Das Internet verblödet uns mit Verschwörungstheorien und wir glauben es! Parteien, Organisationen, Bewegungen, Influenzer und Opportunisten machen Geld mit unseren Ängsten und Verwirrungen. Beispiel Saharastaub!
HeyWolfi klärt auf, empfehlenswerter Youtuber.
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In Pilsum nennt sich das Erntedankfest noch Erntedankfest. Der Kirchgang eröffnet das Erntedankfest in der Kirche, ohne Lärm und Marktgeschehen drumherum. Der Markt fängt nach der Kirche an, nicht schon vorher, wie in Emden.
Ich habe zwei Töchter, die ich über alle Maßen lieb habe. Nebenbei erziehe ich sie auch. Hoffentlich oft genug liebevoll. Aber es kommt auch vor, dass ich ihnen etwas verbiete. Manchmal ärgere ich mich über die Grenzen, die ich ihnen setze. Weil sie letztlich nur Ausdruck meiner eigenen Grenzen sind – weil ich kaputt bin, weil ich unter Zeitdruck stehe. Grenzen zu ziehen betrifft nicht nur Kinder und Eltern. Das betrifft jedes Zusammenleben zwischen Menschen. Denn jede Freiheit, die ich mir herausnehme, kann die Freiheit eines anderen beschneiden. Kann einen anderen bedrängen und einschränken. Trotzdem ist Freiheit ein populäreres Ideal, als Begrenzungen es sind. Aber immer wieder leiden Menschen unter Grenzenlosigkeit. Sie leiden an der Grenzenlosigkeit von anderen, aber auch bei sich selbst. Sie selbst sind unsicher, ob und wo sie Grenzen setzen wollen und können. In der Schule im Umgang mit den Mitschülern. Bei der Arbeit, wenn es zu viel wird oder das Mobbing losgeht. In der Familie, gegenüber Kindern und Partnern – möglichst bevor die Nerven blank liegen. Wir brauchen offenbar Grenzen, die unser Zusammenleben schützen und so für alle heilvoll gestalten. Lange bevor wir an die Kriegsgebiete unserer Welt denken. Da auch, aber auch längst vorher. Welche Grenzen sind hilfreich oder sogar heilsam? Wo haben, wo finden wir heute noch Grenzen? So weit muss ich gar nicht gehen und suchen, um Grenzen zu finden. Sie liegen in mir. Es sind keine Grenzen, die von außen an mich herangetragen werden, die jemand anderes für mich festsetzt. Sie sind in mir selbst begründet. Das macht den Kontakt mit ihnen allerdings kein bisschen angenehmer. Ähnlich wie an den von außen festgesteckten Grenzen und Verboten kann ich mich an meinen eigenen Grenzen gut reiben und abarbeiten. Wo welcher Mensch seine eigenen Grenzen hat, ist ganz unterschiedlich. Im umgekehrten Fall spricht man von Begabungen. Aber auch die eigenen Grenzen sind jedem (auf)gegeben. Der eine ist schneller am Limit als die andere. Wo die eine Lust und Potential hat, weiß und kommt der andere nicht mehr weiter. Da ist Ärger und Frustration vorprogrammiert. In der Bibel lese ich zwei Gebote, mit denen Gott mir sagt: Geh behutsam mit Dir um. Du bist ein Mensch, natürlich hast Du Deine Grenzen. Achte auf sie! Nimm sie ernst, sonst gehst Du womöglich daran kaputt. Das eine ist das Doppelgebot der Liebe: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst. Dieses Gebot fordert mich auf, mich nicht für andere krumm zu machen. Mein Nächster und ich – das geht nicht getrennt voneinander. Die Liebe und die Aufmerksamkeit, die ich beiden gebe, soll im Gleichgewicht sein. Ich soll mich nicht klein machen im Vergleich mit anderen. Und bei all dem, was ich für andere tue – als Arbeitnehmer gegenüber meinem Arbeitgeber (oder umgekehrt), als Verkäufer gegenüber meinen Kunden, als Frau gegenüber meinem Ehemann – darüber soll ich mich selbst nicht aus dem Blick verlieren. Überhaupt soll ich liebevoll mit mir umgehen. Dazu gehört auch, mit den eigenen Kräften gut zu haushalten. Gott vollendete am siebten Tag die Schöpfung. Das bedeutet, dass dieser Tag Teil der Schöpfung ist und auch an diesem Tag etwas erschaffen wurde. Nicht der Mensch ist die Krone der Schöpfung, sondern der siebte Tag, der Ruhetag, ist das Sahnehäubchen auf unserer Welt. Ein Tag, an dem wir in Frieden miteinander die Beine baumeln, die Hände ruhen lassen und die Gedanken auslüften können. Gott gebietet uns Menschen, immer mal Pause zu machen, wie er es selbst getan hat. Das ist das zweite Gebot, das mich darauf hinweist, meine Begrenztheit ernst zu nehmen. Ich soll nicht immer am Limit leben, sondern in Ruhe Abstand von meinen Grenzen gewinnen. Ich denke, dass diese Gebote in der Bibel festgehalten sind, ist eine weise Entscheidung. Denn darauf, trotz aller Beschränkt- oder Begrenztheit liebevoll mit sich selbst zu sein, muss man manchmal gestoßen werden. Gott sagt uns das, weil er uns liebt. Amen.
Wir hatten einen schönen ökumenischen Erntedankgottesdienst zur Eröffnung des Erntefest Tages im Emdener Stadtgarten. Es gab viel zu sehen. Der Gottesdienst stand allerdings nicht am Anfang oder im Mittelpunkt des Stadtfestes. Er war eine von vielen Veranstalltungen. Das lärmende Gerassel des Glücksrades der Emdener Zeitung nebenan, konnte von den beiden Zeitungsstandmitarbeitern nicht einmal während des "Vater unser" Gebetes angehalten werden.
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Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen, mit Leib und Seele, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch erhält; dazu Kleider und Schuh, Essen und Trinken, Haus und Hof, Acker, Vieh und alle Güter; mit allem, was nottut für Leib und Leben, mich reichlich und täglich versorgt, in allen Gefahren beschirmt und vor allem Übel behütet und bewahrt; und das alles aus lauter väterlicher, göttlicher Güte und Barmherzigkeit, ohn all mein Verdienst und Würdigkeit: für all das ich ihm zu danken und zu loben und dafür zu dienen und gehorsam zu sein schuldig bin. Das ist gewisslich wahr.
Martin Luther vor ca. 480 Jahren
( Erstaunlich wie wahr und klar es ist, obwohl die Welt und die deutsche Sprache sich gewandelt hat nachdem über 480 Jahren vergangen sind.)
1 Jahr ist es her, unser erster gemeinsamer Gottesdienst nach ihrer Amtseinführung, nur wenig später ist sie von uns gegangen: Pastorin Silke Kapteina.
In ihrer Dissertation von 2005 kommt Inge Buggenthin an der Universität Hamburg im Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie im Rahmen ihrer qualitativen empirische Untersuchungen Im nördlichen Niedersachsen zu folgendem Fazit:
"Diese Forschungsergebnisse erlauben jedoch den Einblick in ein bisher nicht thematisiertes Problem der Lebensgestaltung von Berufsgruppen, die auf Grund ihrer akademischen Bildung und ihres Arbeitsalltages im Privatleben besonders öffentlichkeitsscheu sind und anonym bleiben wollen." (Stand 2013)
Die evangelischen Pastoren von heute sind also als Privatmensch öffentlichkeitsscheu und wollen anonym bleiben. Ich habe in Deutschland noch kein Pfarrhaus bewohnen können, in Südafrika auf den Dörfern gab es keine Privatsphäre für unsere Familie im Pfarrhaus, es war ein Kommen und ein Gehen von morgens früh bis abends spät. Den einzigen Ruhetag hattest du, wenn du mit dem Auto weit weg in die Stadt gefahren bist zum wöchentlichen Einkauf und erst in der Nacht zurückgekommen bist.
In der N*** D****** Zeitung vom 12.08.2024 ist unter der Überschrift " Die Kirchengemeinden B**** und B****** verabschieden ihren Pastor" zulesen: „Es hat mir hier in der Gemeinde ein wenig die Resonanz auf meine Arbeit gefehlt“ und "...das Gemeindeleben [ruhte] auf den Schultern einiger weniger." So der Pastor, der nach nur drei Jahren ging.
Online kundige Stellensucher werden das ergooglen und sich abschrecken lassen und sich die nächsten 20 Stellenausschreibungen anschauen. Ich wünschte dieser öffentliche Beitrag würde hinter der paywall der Zeitung verschwinden, damit diese Gemeinden eine Chance haben überhaupt einmal mit einem Kandidaten zu sprechen.
Wieviel Änderungen, wieviel Engagment, wieviel Zustimmung und Mitarbeit kann Pastor nach nur 3 Jahren erwarten? Wenn mehr als 2 Jahre davon Coronajahre waren, was kann da an Resonanz und Nähe entstehen? 6 Monate brauchst du um "anzukommen" in den Ortschaften, in den Kirchengemeinden, in den übergeordneten kirchlichen Strukturen. 2 Jahre mache alles so weiter wie du es vorgefunden hast, wie der Vorgänger (der vieleicht schon viele Jahre bis zur Berentung da war) es übergab, dann im dritten Jahre wage dein erstes Experiment der Weltveränderung als Pastor. So belehrten uns die alten Hermannsburger Missionare, die zurückgekehrt waren aus fernen Landen. Die Ungeduld der Jugend, die Weisheit der Alten, wem geben wir Recht? Gerade auf unseren Dörfern hat alles seine Zeit und die Tradition ihren Wert.
Quelle: Pixabay freepics
Das Ewige (der Glaube), das Alte (das Kirchengebäude) und das Neue (der Betrachter unserer Tage)